Modorimasu

Modorimasu – Blog zur Japanreise im Sommer 2012, 2019 und Un-/Interessantes in und rund um Japan
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Mittwoch, 10. Oktober 2012

...und der Fuchs

Nach unserem wirklich gelungenen Ausflug nach Uji beschlossen wir, auf dem Weg zurück nach Kyoto noch einen Halt zu machen. Wir stiegen am JR-Bahnhof Inari aus und gingen zum Fushimi Inari Taisha, dem - laut Information des Fremdenverkehrsamtes der Präfektur Kyoto - Hauptschrein aller Inari-Schreine in Japan (vgl. hier), den wir trotz seiner Bedeutung tatsächlich immer noch nur aus faszinierenden Fotos kannten. Das sollte nun anders werden.

Kaum waren wir ein paar Schritte gegangen, da stießen wir schon auf einen der vielen Boten des Oinari-san, dem Kami der Ernte und der Füchse. 




Der Phönix...

Am Tag des Yamaboko Junkō (17.07.) verließen wir Kyoto bei strahlendem Sonnenschein, da vor allem ich Menschenmassen nur schwer ertragen kann, und brachen in den Süden auf.

Unser erstes Ziel war Uji, eine Stadt südlich von Kyoto, die vor allem für hervorragenden grünen Tee bekannt ist. Dort wollten wir Byōdō-in, einen wunderschönen Tempel der Heian-Zeit (ca. Ende des 8. - Ende des 12. Jahrunderts) besuchen, der auch die Rückseite der 10 Yen-Münzen schmückt. 


Donnerstag, 30. August 2012

Gion Matsuri

Ist es schön, dass man in Kyoto weilt, wenn eines der wichtigsten Sommerfeste Japans steigt? 

J A  und  N E I N.

JA, weil man Zeuge eines uralten Festes wird, sich in das Getümmel stürzen kann und sicherlich einiges  zu Gesicht und vor die Linse bekommt, was man zu anderen Zeiten vergeblich suchen würde. 

Das Gion Matsuri ist ein religiöses Fest, das mit der Shinto-Religion in Verbindung steht. Erstmals wurde das Fest, das jedes Jahr fast den ganzen Monat Juli andauert, in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts gefeiert, als eine Epidemie Kyoto heimsuchte, es aber den Menschen gelang, mit Reinigungsritualen und Zeremonien die Kami zu besänftigen und schließlich das Ende der Epidemie herbeizuführen. Im Zentrum dieses Festes steht der Yasaka-Schrein im Gion-Viertel. Der Yasaka jinja ist Susano-no-o-mikoto, dem Kami des Windes und des Meeres, geweiht.


 
Yasaka jinja am Abend des Yoiyama 2012

Sonntag, 26. August 2012

Auf den Spuren von Saichō

Wir wollten Yoiyoiyama, den 15.07., also zwei Tage vor der Gion Matsuri Prozession, nicht unbedingt den ganzen Tag im überfüllten Kyoto verbringen. Das Wetter war wunderbar - also warum nicht aus der Stadt hinausfahren auf's Land, wo es ein wenig kühler ist? Wir wollten uns unbedingt Enryaku-ji auf dem Hieizan anschauen. Und wenn wir uns schon Richtung Nord-Osten aufmachten, dann konnten wir auch direkt nach Ōhara fahren und uns den Sanzen-in anschauen. Beide Tempel wurden im späten 8. Jahrhundert von Saichō gegründet. Saichō, auch Dengyō Daishi genannt, studierte den Buddhismus in China und gründete die Tendai-shū, eine der bedeutenden buddhistischen Schulen in Japan. 

Sonntag, 15. Juli 2012

16:00 Uhr-Bild des Tages vom 15.07.2012


Weich und grün - Moos in allen Varianten

Die Aufregung um den zerschlitzten Rucksack hat leider dazu geführt, dass unser Besuch im Kokedera gestern ein wenig in den Hintergrund gerückt ist. Doch der Anblick sooo vieler verschiedener Moosarten war beeindruckend und machte in unserem immer noch ein wenig unausgeschlafenen Zustand richtig Lust darauf, sich hineinzulegen. Wie muss sich wohl ein Bett aus Moos anfühlen???

Hier einige der schönen, weichen und grünen Ansichten:

Samstag, 14. Juli 2012

Licht und Schatten

Als Samohts Rucksack nicht in Narita ankam, waren wir zu aufgeregt, um groß darüber nachzudenken.
Im Nachhinein war ich jedoch ziemlich beeindruckt, wie man in Narita damit umging, dass ein Gepäckstück fehlte. Mir ist so etwas schon einmal passiert, als ich von Rom nach Hause kam. Ich war offensichtlich der einzige Mensch, der seinen Koffer nicht wiederfand. Außer mir war nichts und niemand mehr da, weder ein Mensch noch ein Gepäckstück. Ich musste erst einmal herausfinden, wo man überhaupt hingeht, um eine Suchanzeige aufzugeben. Zwar wurde mir der Koffer am folgenden Tag zugestellt, aber zunächst wurde ich mit meinem Problem schon allein gelassen.


Freitag, 13. Juli 2012

16:00 Uhr-Bild des Tages vom 13.07.2012

Was soll das denn mit dem 16:00 Uhr Gedöns? Aber die Idee dahinter war die, dass wenn man so durch die Gegend läuft, einfach mal etwas Gewöhnliches/Ungewöhnliches sieht, und dieses widerfährt auch euch. Jeden Tag um 16:00 klingelt meine Uhr, und ihr seht das, was wir (oder ich, falls Zanzi woanders hinschaut) gerade im Blick habe(n). Weiß aber selbst nicht, was ich gerade sehe. Könnte also spannend werden.Wir könnten überrascht werden, oder auch gelangweilt!

Ein Stein für 500 Yen, ein Schrein mit Mäusen und Affen und halbnackte Gaijin am Wasserfall von Nanzen-ji Okunoin

Heute wollten wir einen längeren Spaziergang durch Kyoto machen, entlang des Tetsugaku no michi (Philosophenweg). Nach einer Busfahrt im Bus 100 zur Haltestelle Ginkakuji-mae besuchten wir die silberne Pagode, die wir heute erstmals gesehen haben. Wir finden sie beide schöner als den Kinkakuji. Dort hörten wir auch erstmals seit unserer Ankunft Zikaden und den Uguisu, der "hooo hokekyo" machte.


Montag, 30. April 2012

It's a very long way to Koke-dera

Nachdem wir hin und her überlegt hatten, ob sich der Aufwand einer schriftlichen Anmeldung und die Kosten eines Besuchs im Saihō-ji im Südwesten Kyotos wirklich lohnen, gaben wir uns einen Ruck und beschlossen, diese kleine Mühe nicht zu scheuen. Schließlich werden wir ein wenig Zeit in Kyoto haben und wahrscheinlich auch froh sein, mal einen Tempel besuchen zu können, der nicht völlig überfüllt ist. 

Der Saihō-ji ist vor allem für den von Musō Kokushi im 14. Jahrhundert angelegten herzförmigen Garten und die zahllosen Moosarten, die diesen Garten bedecken, bekannt und wird auch Koke-dera bzw. Moss temple genannt. Der hohe Eintrittspreis (3,000 Yen pro Person), der zudem an eine schriftliche Anmeldung gebunden ist, garantiert laut einschlägiger Reiseführer (Lonely Planet, the Rough Guide etc.) einen Besuch in einem Tempel abseits großer Touristenströme. Das hört sich doch gut an - wir lieben Moos in allen Farbnuancen! 

Gesagt, getan - die schriftliche Anmeldung mit den erforderlichen Daten (Name, Alter, Beruf, Wunschdatum, Alternativdatum) war schnell geschrieben, eine Postkarte mit unserer Adresse versehen, nun fehlte nur noch der internationale Antwortschein. 

Der erste Versuch, bei der Post in unserer Nähe einen solchen zu erstehen, war nicht gerade von Erfolg gekrönt: der Mann hinter dem Schalter wusste gar nicht, was wir wollten und behauptete, nie etwas davon gehört zu haben. Am nächsten Tag starteten wir in der Hauptfiliale der Deutschen Post der Landeshauptstadt von NRW einen neuen Versuch: dort wurde uns mitgeteilt, dass man den internationalen Antwortschein nur noch im Onlineshop der Deutschen Post erhält. Aha, dann hätten wir uns die Rennerei ja eigentlich sparen können - warum haben wir nicht gleich dort geschaut?

Wieder zu Hause suchten wir also im Onlineshop der Deutschen Post nach dem internationalen Antwortschein. Und siehe da, wir fanden ihn! Wir waren FAST an unserem Ziel! Gut gelaunt schoben wir den Antwortschein in den Warenkorb und stellten fest, dass zu den 2 €, die er kosten sollte, 1,95 € Versandkosten hinzuaddiert wurden. So waren wir also bei 3,95 €. Sonderlich nett fanden wir es nicht, aber um endlich unsere Anmeldung schicken zu können, hätten wir das durchaus gezahlt. 

Also klickten wir auf den Button: "Zur Kasse gehen".
Was passiert?

Donnerstag, 23. Februar 2012

The Riddling Monk



Lese momentan die Romanreihe von Chris Bradford "Young Samurai", die bis jetzt aus 6 Bänden besteht.
Im Moment gibt es 6 Bücher in Deutsch, die 2 letzten in Englisch und Band 7 erscheint demnächst.

Es handelt sich um einen 12-jährigen gestrandeten Engländer, der von einen Samurai adoptiert und ausgebildet wird. Der Author verbindet historische Orte und Personen mit einer fiktiven Story, die aber spannend geschrieben und für diejenigen, die schon mal in Japan waren, durchaus ein "Ahsoo...", "Sugoi!", "Sodesuka." und "Oishiiii" entlocken könnte.
Eigentlich für Leser ab 12 oder Jugendliche gedacht, kann aber auch Erwachsene in den Bann ziehen!

Jetzt geht das schon wieder los, ich alter kölsche Schwaatlappen...

Eigentlich geht es heute um "Riddles", die auch in einem der Bücher (Der Ring des Wassers, Band 5) vorkommen. Es handelt sich um kleine Rätsel, die einige Mönche ihren Schülern aufgaben, um auch deren Geist zu schärfen.

Also bekommt ihr hier auch einige, damit auch euer Geist so scharf wie ein Katana wird.

Samstag, 4. Februar 2012

Lust auf ...?

Da sitzt man zu Hause, plant seine Reise nach Japan, schaut sich noch ein paar Fotos von der letzten Reise an und überlegt, wohin man noch alles fahren könnte...
Dabei schießen einem auch Gedanken durch den Kopf und man fragt sich,
worauf freue ich mich denn noch so ganz besonders? Was vermisse ich?
Etwas in sich gegangen und siehe da - da kehren Geschmäcker, Konsistenzen, Farben, Dinge und Begegnungen zurück.
Da sind wir dann auch schon beim wichtigsten - ESSEN, Nahrung, Süßes, Salziges, Bitteres, Saures und ...!
Mann, hab' ich einen Hunger!