Modorimasu

Modorimasu – Blog zur Japanreise im Sommer 2012, 2019 und Un-/Interessantes in und rund um Japan
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Sonntag, 9. Dezember 2012

Auf der Suche nach Ryusen-no-taki II

Nach unserer Irrfahrt mit dem Ziel Tateshina, wo wir jedoch am Ende in die entgegengesetzte Richtung gefahren und schließlich in Takato gelandet waren, nahmen wir uns ganz fest vor, diesmal - koste es was es wolle - nach Tateshina zu fahren und uns nicht mehr in Chino zu verfransen. Und tatsächlich gelang es uns, die richtige Auffahrt zur Venusline zu finden. Als wir den Tunnel hinter uns hatten, tat sich trotz des trüben Wetters eine wunderbare Landschaft auf und wir fuhren und erfreuten uns der Schönheit der Landschaft, bis ich merkte, dass ich genau die Karten vergessen hatte, die wir benötigten, um zum Ryusen-no-taki, dem Wasserfall, zu gelangen, den Samoht unbedingt finden wollte. Wir waren jedoch bereits zu weit von unserer Unterkunft entfernt, als dass wir hätten umkehren können… Na das fängt ja wieder hervorragend an – wieder eine Irrfahrt durch die Alpen und keiner weiß wo wir ankommen…!?  

Nachdem wir von der Venusline auf die Märchenline gefahren waren, fuhren wir schließlich an mehreren Parkplätzen mitten in den Bergen vorbei. Auf den Schildern stand, dass wir uns mittlerweile in Tateshina befanden, aber da ich die wichtigste Karte vergessen hatte, wussten wir wieder einmal nicht, wo wir genau in Tateshina waren, geschweige denn, wo Ryusen-no-taki sein könnte. Samoht warf mir - verständlicherweise - einen bösen Blick zu und ich kramte schuldbewusst in den vielen Karten, die uns in dieser Situation allerdings nicht weiterhalfen. Am nächsten großen Parkplatz in den Bergen hielten wir schließlich an und beschlossen in Ermangelung von Alternativen, uns einfach in den Wald zu schlagen. Und siehe da - ein Wegweiser, der zu einem Wasserfall führte!

Es bedurfte nur weniger Schritte von der Straße Wald einwärts, um sich plötzlich in einer verwunschenen, ja fast unheimlichen, urwaldartigen Welt wiederzufinden, die man von der Straße niemals erahnt hätte. Der Wald, in dem wir uns befanden, war düster, feucht, dunkelgrün, voller uralter, verbogener Bäume und voller Moose.




Donnerstag, 23. August 2012

Nakasendō und die Angst vor nichtmenschlichen Begegnungen

Wir mögen Tiere, auch solche, die gewöhnungsbedürftig sind. Aber wir mögen auch nicht alle Tiere.
Am Abend des 18. Juli, also am Abend vor unserer Weiterreise nach Magome, lasen wir durch Zufall im Netz, dass es in unserer Minshuku in Magome Bettwanzen geben soll.

P A N I K !!!

Sonntag, 15. Juli 2012

Weich und grün - Moos in allen Varianten

Die Aufregung um den zerschlitzten Rucksack hat leider dazu geführt, dass unser Besuch im Kokedera gestern ein wenig in den Hintergrund gerückt ist. Doch der Anblick sooo vieler verschiedener Moosarten war beeindruckend und machte in unserem immer noch ein wenig unausgeschlafenen Zustand richtig Lust darauf, sich hineinzulegen. Wie muss sich wohl ein Bett aus Moos anfühlen???

Hier einige der schönen, weichen und grünen Ansichten:

Freitag, 13. Juli 2012

Ein Stein für 500 Yen, ein Schrein mit Mäusen und Affen und halbnackte Gaijin am Wasserfall von Nanzen-ji Okunoin

Heute wollten wir einen längeren Spaziergang durch Kyoto machen, entlang des Tetsugaku no michi (Philosophenweg). Nach einer Busfahrt im Bus 100 zur Haltestelle Ginkakuji-mae besuchten wir die silberne Pagode, die wir heute erstmals gesehen haben. Wir finden sie beide schöner als den Kinkakuji. Dort hörten wir auch erstmals seit unserer Ankunft Zikaden und den Uguisu, der "hooo hokekyo" machte.


Sonntag, 22. April 2012

Netsuke, Geister und Dämonen

Ich muss schon sagen, ich mag die japanischen Märchen ja sehr, auch die ungewöhnlichen Geister, Fabelwesen und Monster!
Wir hatten mal vor dem Schlafengehen das Ritual eingeführt, dass meine Frau mir alte japanische Märchen nacherzählt hat! (Naja, alle habe ich nicht immer bis zum Schluss mitbekommen, da ich vorher eingeschlafen bin, aber faszinierend waren sie alle!)

Wie verkapp(a)t sind die japanischen übernatürlichen Wesen denn?
Regenschirme (Karakasa), Sake saufende Dachse mit so dicken Eiern, dass diese schon auf dem Boden schleifen...

Donnerstag, 22. März 2012

Mount Aso – Reisebericht 2010

In Aso (Kyūshū) gibt es den größten Caldera-Vulkan der Welt. Dort wollten wir 2010 hin.
Der Vulkan hat eine Ausdehnung von 25 km in Nord-Süd Richtung und 18 km in Ost-West Richtung.
Eigentlich sind es ja 5 Vulkane. Taka-dake 1.592 m, Naka-dake 1.506 m, Neko-dake 1.433 m,
Kishima-dake 1.362 m sowie Eboshi-dake 1.337 m.
Der Vulkan gehört zur Kategorie "Supervulkane"

Samstag, 10. März 2012

Tsukiji 築地市場

Eigentlich haette man den Blog erst kurz vor dem Flug im Sommer 2012 eroeffnen sollen! Nun sitzt man hier, schaut immer wieder in das - oder der Blog (richtig ist eigentlich "das", glaube ich, aber mittlerweile hat sich "der" eingenistet. Für die Ohren finde ich "der" angenehmer). Da wir jetzt nicht in Japan sind und die Themen einem nicht zufliegen, aber ich es dennoch doof finde, hier alles bis zum Sommer brach liegen zu lassen, schaut man sich seine alten Bilder an um zu schauen, wo man war und was koennten wir dieses Jahr machen? Welche Orte kennen wir noch nicht? Was koennte uns reizen noch zu sehen? Wie kriegen wir es zeitlich hin? Koennte dass irgendwen interessieren, was wir schon gesehen haben? – Gibt es dazu eine Geschichte, die man erzaehlen koennte?
Boahh, es sind noch Mooonate und es sollte ein kuenftiger Reiseblog werden! – Im Moment ist es eher ein "Es war einmal 2010 eine Reise, von der ich erzaehle, aber eigentlich wollte ich von einer Reise erzaehlen, die wir im Sommer 2012 erst starten, d.h. wir werden noch Mooonate hier in Deutschland sitzen, aber die Zeit überbruecken muessen, damit nicht alle denken, dort wuerde nichts passieren, also brauche ich auch nicht mehr darauf zu schauen – weder heute noch spaeter"
Wenn wir erst mal da sind, sieht die Sache ja anders aus! Ich schweife mal wieder ab und verliere mich in den unendlichen Weiten  meiner Gedanken, die nie zuvor ein Mensch ges... Los Scotty!
Du, sagen sollen was du wolltest, - jetzt! Argh, sollte weniger TV schauen, Yoda!

Aber jetzt zum heutigen Thema!

Wer kennt ihn nicht, den größten Fischmarkt der Welt? 築地市場
Tsukiji im namensgebenden Stadtviertel des Tokioter Stadtbezirks Chūō.
Im Jahre 1935 erfolgte der Umzug von Nihonbashi nach Tsukiji, wobei die Gebaeude im deutschen Stil der "Neuen Sachlichkeit" erbaut wurde.